Diffuse Reflexion

MidIR-Spektralbereich:

Eine besonders elegante Möglichkeit zur Analyse kompakter Festkörper ist der Einsatz der Schmirgeltechnik in Zusammenhang mit der diffusen Reflexion (DRIFT). Hierbei wird mit einem Siliciumcarbid- oder Diamantkornplättchen, das in einem geeigneten Halter eingespannt ist, ein Stück von der zu untersuchenden Probe abgerieben. Anschließend wird das Schmirgelplättchen zusammen mit dem darauf befindlichen Abrieb direkt in die Probenhalterung des DRIFT-Meßzusatzes (EasiDiff oder DiffusIR) eingesetzt und vermessen.

NIR-Spektralbereich:

Bei relativ großflächigen Probekörpern, z.B. Tabletten, kann die Probe ohne weitere Vorbereitung direkt auf die Vorlagenplatte des UpIR Meßzusatzes (aufwärtsgerichtete DiffusIR) gelegt werden. Kleinere Stücke, die in Probentöpfchen passen, lassen sich mit dem Routine-Meßzusatz EasiDiff untersuchen, dessen Spiegel für optimale Ergebnisse im NIR-Spektralbereich vergoldet sind.

Integrationskugeln:

Integrationskugeln erfassen die gesamte Strahlung, die von einer Probe ausgeht. Sie eignen sich deshalb auch zur Messung absoluter Reflexionen. Weitere Merkmale einer Integrationskugel sind die sehr hohe Reproduzierbarkeit der Messergebnisse (besonders bei inhomogenen Proben) sowie die Unempfindlichkeit gegenüber unterschiedlichen Polarisationszuständen.

Die PIKE Integrationskugeln sind sowohl für den mittleren IR- (MidIR-) als auch den NIR-Spektralbereich erhältlich. Beide Versionen sind innen vollständig vergoldet. Die NIR-Version hat einen Innendurchmesser von 2 Zoll (51 mm) und verfügt über einen eingebauten InGaAs-Detektor inklusive Vorverstärkerelektronik. Der nutzbare Spektralbereich reicht von 12.200 cm-1 bis 3.850 cm-1 (1000 nm – 2500 nm). Die Strahlgeometrie entspricht 0°/d, d.h. einem gerichteten, quasiparallelen Strahlungseinfall auf die Probe bei diffuser Lichtstreuung. Die Spektren werden nach dem Substitutionsprinzip aufgenommen.

Die MidIR-Version hat einen Innendurchmesser von 3 Zoll (76 mm) und verfügt über einen eigenen MCT-Detektor mit integrierter Vorverstärkerelektronik. Der maximal nutzbare Spektralbereich liegt zwischen 5.000 cm-1 und max. 500 cm-1. Die Strahlgeometrie entspricht 12°/d, d.h. einem nahe senkrechten Einfallswinkel auf die Probe bei diffuser Lichtstreuung. Die Spektren können entweder nach dem Substitutionsprinzip oder der Taylor- (Absolut-) Methode aufgenommen werden.