Heiz- und Kühltische

Heiz- und Kühltische sorgen für eine präzise Temperierung von Proben unter dem Mikroskop. Sie werden hauptsächlich in der Biologie, der medizinischen Forschung und der klinischen Praxis eingesetzt. Je nach Ausführung können Objektträger, Petrischalen, Zählkammern und andere Zellkulturgefäße temperiert werden, ohne die Möglichkeiten der Mikromanipulation zu beeinträchtigen. Es stehen Varianten für Aufrecht- und Invers- (Umkehr-) mikroskope zur Auswahl. Die Peltier-betriebenen Tische decken einen maximalen Bereich von -25 °C bis +120 °C ab. Die Temperaturstabilität ist jeweils besser ±0,1 K.

Temp.-Bereich:
-25 °C bis 120 °C

Die Standard Linkam Peltier-Tische eignen sich zur Temperierung von Objektträgern und einzelnen Deckgläsern. Es stehen zwei Varianten zur Auswahl. In ihrer einfachsten Form werden die Peltier-Tische auf dem Objekttisch des Aufrecht-Mikroskops montiert. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Peltier-Einrichtung direkt in den Original-Objekttisch des Aufrecht-Mikroskops einzusetzen. Diese Variante spielt dann eine besondere Rolle, wenn die numerische Apertur des Kondensors (und damit zusammenhängend sein Arbeitsabstand) eine kritische Größe in der Anwendung einnimmt. In beiden Fällen hat der temperierte Bereich eine Fläche von 32 x 35 mm. Die Heiz- und Kühlraten sind zwischen 0,1 K/min und 20 K/min einstellbar.

Temp.-Bereich:
-5 °C bis 99 °C

Die runden Linkam Peltier-Tische bieten die Möglichkeit, direkt unter dem Mikroskop an tiefgekühlten Proben zu arbeiten. Sie sind speziell für den Gebrauch an Inversmikroskopen entwickelt und werden anstelle des runden Original-Einsatzes im Objekttisch eingesetzt. Dadurch bilden sie eine einzige, plane Fläche mit dem Objekttisch aus. Die Heiz- und Kühlraten sind zwischen 0,1 K/min und 20 K/min einstellbar.

Optional läßt sich der Regler durch einen PC über die USB-Schnittstelle ansteuern. Die LINK- oder NEXUS-Software erlaubt neben der direkten Bedienung des Reglers zusätzlich die Programmierung umfangreicher Heiz- und Kühlabläufe mit bis zu 100 einzelnen Schritten. Desweiteren können Bedingungen formuliert werden, unter denen eine automatisch ausgelöste Bild- bzw. Videoaufnahme mittels einer passenden Digitalkamera erfolgen soll. Sämtliche Abläufe lassen sich als Methoden speichern und können jederzeit erneut aufgerufen werden.